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Peter Ablinger, Bernhard Lang, Klaus Lang, Nader Mashayekhi, vier der eigenwilligsten und kompromißlosesten Komponisten und Klangkünstler ihrer Generation, sowie Siegwald Ganglmair, Historiker und Kunstfreund, gründen einen Verlag für Musik.

Das Thema ist die Abweichung von etablierten Normen des Ästhetischen, des Werkbegriffs, der Aufführungssituation, der Konzertkonventionen, der Notation, der Instrumentenbehandlung, des Instrumentenbaus und der Wahrnehmung selbst. Ihr Instrument, der Verlag ZEITVERTRIEB WIEN BERLIN, soll über das Notenherstellen konventioneller Musikverlage hinausreichen und neben der traditionellen Bereitstellung von Notentexten auch die Vermittlung von Klanginstallationen, Klangobjekten, Tonträgern etc. bewerkstelligen.

Eine umfassende Thematisierung von Aufführungsbedingungen kann auch vor der Verlagsstruktur nicht haltmachen; auch diese stammt - wie die klassischen Instrumente - aus früheren Jahrhunderten und wartet wie diese auf eine Neustrukturierung, auf den Umbau. Die von den fünf Gründungsmitgliedern erarbeitete Satzung ist der Modellfall für eine der Zeit angemessene Vertriebsstruktur. Ihr Grundprinzip ist die Nicht-Abhängigkeit, welche sowohl dem Verhältnis zwischen Komponist und Verlag als auch der ästhetischen Entfaltung insgesamt zugute kommen soll.

 

 

Peter Ablinger, Bernhard Lang, Klaus Lang, Nader Mashayekhi, four of the most original and uncompromising composers and sound artists of their generation, with Siegwald Ganglmair, historian and art connoisseur established in 1999 an organisation for music publishing.

The aim is to depart from established aesthetic norms, the traditional concept of composition, the usual situation of performance, the convention of concert presentation, the handling and making of instruments, and from perception itself. Their instrument, the music publisher ZEITVERTRIEB WIEN BERLIN, should go beyond the production of the scores and parts of conventional music publishing and should, apart from the traditional presentation of music, arrange sound installations, sound objects, and recordings.

A comprehensive discussion of performative conditions must also include editing structures, just as our classical instruments originate from earlier centuries and need restructuring and transformation. The Statutes written by the five founding members represent a model for contemporary distributive structures. Its basic principle is non-dependency which should benefit the relationship between the composer and the editor and equally the aesthetic development of the work as a whole.